Hackfleischtorte mit Tomaten und Champignons


Fleischesser aufgepasst: Hier folgt mein Rezept für eine sehr einfache, aber dafür mächtig leckere, herzhafte Hackfleischtorte. Für den “Tortenboden” verwende ich fertigen Yufka- oder Strudelteig. Das verkürzt zum einen die Zubereitungszeit und stellt zum anderen sicher, dass der Boden wirklich gelingt 🙂 Du wirst feststellen, dass der dünne Yufkateig hervorragend zum Hackfleisch passt und vor allem der Rand knusprig lecker ist.

Neben dem Hackfleisch kommen bei mir vor allem Champignons, Tomaten, und Chilischoten in die Torte. Eier und Käse halten das Ganze gut zusammen. Geschmacklich mag ich Cheddar Käse in der herzhaften Torte sehr gerne. Wenn dieser nicht so dein Fall ist, kannst du diesen beispielsweise durch Gouda ersetzen. Am Ende des Rezeptes findest du unter der Überschrift “Tipps” ein paar Möglichkeiten zur Variation deiner Hackfleischtorte.

Zutaten:

  • 1 Pck. Strudel- oder Yufkateig (aus dem Kühlregal; Pck. à 250 g bzw. 10 Blätter)
  • 2 Zwiebeln
  • 400 g Champignons
  • 2 El Öl
  • 750 g gemischtes Hack
  • 250 g Kirschtomaten
  • 1-2 rote Chilischoten
  • 1 EL Tomatenmark
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 2 Eier (Gr. M)
  • 150 g geriebener Cheddar
  • 2-3 EL Paniermehl
  • 60 g Butter + etwas zum Einfetten

Und so geht’s:

  1. Yufkateig aus dem Kühlschrank nehmen und bei Raumtemperatur bis zur Verwendung ruhen lassen. Zwiebeln schälen und würfeln. Champignons putzen und vierteln.
  2. Etwas Öl in einer großen (!) Pfanne erhitzen und das Hackfleisch darin krümelig braten. Währenddessen Tomaten und Chili waschen. Tomaten und Chilischoten halbieren, Peperoni entkernen und in dünne Streifen schneiden. Wenn das Hackfleisch durchgebraten ist, Zwiebeln und Champignons hinzugeben und ca. 4 Minuten mitbraten. Dabei hin und wieder umrühren. Tomaten, Chilistreifen und Tomatenmark hinzugeben, umrühren und kurz anschwitzen (siehe unter Tipps). Hackfleischmischung gut mit Salz und Pfeffer abschmecken und Pfanne vom Herd nehmen.
  3. Backofen vorheizen (E-Herd: 200 °C/Umluft: 175 °C). Petersilie waschen, trocken schütteln und fein hacken. Eier in einer kleinen Schale gut verrühren, Petersilie und 2/3 des geriebenen Cheddars hinzugeben und vermischen. Eier-Käse-Mischung unter das Hackfleisch rühren.
  4. Eine Springform (26 cm Ø) einfetten. Butter in einem kleinen Topf schmelzen. Yufkateigblätter auf einem leicht angefeuchteten Küchentuch ausbreiten (siehe unter Tipps). Nun ein Yufkablatt vorsichtig in die Springform geben und mit flüssiger Butter einpinseln (am Ende etwas Butter übriglassen). Nacheinander die Teigblätter überlappend in die Form geben, so dass auch die Ränder mit Teig ausgelegt werden. Dabei jedes Blatt mit Butter bestreichen.
  5. Wenn alle Blätter ausgelegt sind, den Boden mit Paniermehl ausstreuen und die Hackmischung hineingeben, etwas glattstreichen. Mit einer Schere weit überstehende Teigstücke abschneiden und den Teigrand mit Butter einpinseln. Restlichen Cheddar auf der Hackfleischmischung verteilen und die herzhafte Hackfleischtorte für 30 Minuten backen (sollte das Hackfleisch zu dunkel werden, einfach die Form mit Alufolie abdecken).
  6. Hackfleischtorte aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen, aus der Form lösen und servieren.

Tipps:

  • Das Anschwitzen des Tomatenmarks ist eine wichtige Sache: Dadurch verliert es zum einen Säureanteil und zum anderen bilden sich karamellartige Aromastoffe, die du für den Geschmack unbedingt haben magst.
  • Wie du merken wirst, ist der Yufkateig hauchdünn. Dadurch kann er beim Verarbeiten sehr schnell reißen. Um das zu verhindern, legst du diesen auf das feuchte Küchentuch.
  • Je nach Geschmack kannst du natürlich zwischen milden und feurigen Chilischoten wählen. Wenn Kinder mitessen oder du dir nicht sicher bist, ob deine Gäste scharfes Essen mögen, kannst du diese auch ganz weglassen.
  • Zur Hackfleischtorte passt ein grüner Salat z.B. mit Sesam-Honig Dressing. Sehr gerne kannst du dazu auch eine Schnittlauch-Creme servieren. Dafür Schnittlauch hacken, mit Schmand vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  • Bei den Zutaten für deine Hackfleischtorte sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt: Probiere diese doch einfach mal mit Mais, getrockneten, in Öl eingelegten Tomaten oder mit gebratenen Auberginenwürfeln. Bitte beachte dabei, ob du die Gesamtmenge dadurch veränderst. Wenn du mengenmäßig mehr verwendest als oben im Rezept angegeben, würde ich ebenfalls ein weiteres Ei und etwas mehr Käse hinzufügen, damit deine Hackfleischtorte auch gut zusammen hält.
  • Bei frischen Kräutern verwende ich oftmals deutlich mehr: Wenn du also Petersilie ebenfalls gerne magst, musst du hier definitiv nicht sparen. Also einfach etwas mehr hacken und einen Teil nach dem Backen auf die Hackfleischtorte geben. Das gibt dem ganzen nicht nur einen schönen Grünton, sondern auch noch einmal eine leckere, frische Note.
  • Wie bereits erwähnt, enthalten viele meiner Rezepte Hackfleisch. Im Folgenden möchte dir eine kleine Auswahl zusammenstellen – vielleicht bist du ja an weiteren Hackfleisch-Rezepten interessiert. Ganz vorne stehen natürlich diverse Burger. Hackfleisch ist eine hervorragende Zutat für unterschiedliche Aufläufe. So gibt es bei mir im Herbst Kürbisauflauf mit Spinat oder ganzjährig einen mächtig leckeren Süßkartoffel-Auflauf. Unbedingt ausprobieren solltest du meine Abwandlung der “Parmigiana di Melanzane”. Das ist ein italienischer Gemüseauflauf, den es bei mir mit Hackfleisch gibt. Zu guter Letzt habe ich noch einen schnellen Hackfleischsalat mit Zuckerschoten (low carb) für dich. Wie geschrieben, das ist nur eine Auwahl meiner Rezepte mit Hackfleisch. Schau dich gerne genauer um, denn es gibt hier noch viel mehr zu entdecken.

Was ich gerade irgendwie loswerden möchte:

– Und wie immer: Alles wesentliche zum Rezept ist gesagt. Solltest du es also eilig haben, kannst du den kommenden Teil entspannt ignorieren. –

Es ist Anfang Februar. Und ich sehne mich nach mehr Licht – jawoll – und am liebsten hätte ich auch gerne etwas mehr Wärme! Nachdem ich mich neulich noch gefreut habe, dass die Tage spürbar länger werden, ist jetzt nichts mehr von der anfänglichen Frühlings-Freude übrig. Im Norden steht gerade ein großes Wetterchaos an. Naja, immerhin gibt es dort Schnee (auch wenn viele den vielleicht gerade nicht haben wollen). Hier in Bonn ist es einfach nur kalt, nass und grau! Die Nässe merkt man ebenfalls am Rhein, der derzeit deutlich mehr Platz als sonst beansprucht. Aber ich mag mich noch nicht einmal aufraffen, um mir die Wassermengen anzusehen.

Da ich bei meinen Fotos natürliches Licht präferiere, bin ich – bei der Wetterlage – nicht wirklich motiviert Essenbilder zu fotografieren. Schon wenn ich meine LED Lampen aufbaue, geht die Freude spürbar runter. Gedanklich war ich in den letzten Wochen schon ganz in der Ostervorfreude: Habe einen Berg an Rezepten herausgekramt, die ich bis zur Osterzeit kochen bzw. backen und mit euch teilen wollte. Habe mir sogar schon Osterdekoration für die Bilder ausgeliehen, da ich nämlich festgestellt habe, dass ich selbst gar keine Osterdeko besitze. Ich sehe es schon kommen – ich werde die Deko zurückgeben, bevor ich überhaupt Bilder damit gemacht habe… Naja. Ganz so schlimm wird es hoffentlich nicht sein, denn bis Ostern sind es nun noch fast zwei ganze Monate und an einem der Wochenenden wird es bestimmt deutlich heller sein. Und falls nicht, werde ich dann doch noch mal die Lichttechnik aufbauen.

Einen kleinen Einblick in meine anstehenden Osterrezepte mag ich dir heute schon geben. Aber bevor ich das mache, muss ich erst einmal dich fragen, ob du klassische Oster- bzw. Frühlingsrezepte hast? Backst du ein Osternest? Gibt es bei dir vielleicht Osterkekse? Einen Hefezopf? Oder einen bestimmten Braten zur Osterzeit? (Da ich keine Fischesserin bin, frage ich erst gar nicht nach Fisch…) Es würde mich freuen, wenn du deine Tradition mit mir teilst.

Und damit muss ich auch gleich gestehen, dass ich keine wirklichen Essens-Traditionen rund um Ostern habe (außer, dass ich im April schon immer arg auf die Spargelzeit schiele und mich riesig auf das erste Spargelessen im Jahr freue – aber das hat so man gar nix mit Ostern zu tun).

Also nun zu meinen anstehenden Plänen. Es ist sicherlich nicht überraschend, dass mir (wie sicherlich den meisten) bei Ostern als erstes “Eier” und “Möhren” einfallen… Der Osterhase lässt halt grüßen. (Ich hoffe da auf deutlich mehr kulinarische Kreativität bei dir.) Ganz unter dem Motto von Eiern und Möhren steht somit bei mir demnächst selbstgemachter Eierlikör an. Der eignet sich übrigens hervorragend als Mitbringsel. Allerdings werde ich in der kommenden Zeit erst noch etwas mit den Zutaten rumprobieren müssen. Sobald der Eierlikör fertig ist, möchte ich diesen dann in dem ein oder anderen Backwerk verwenden. Also warne ich schon mal die Kollegen vor: Es gibt demnächst wahrscheinlich Kuchen. Und wenn ich schon bei Kuchen bin, dann muss es dieses Jahr auf jeden Fall mal wieder meinen Möhrenkuchen geben. Den liebe ich besonders. Bei den Kuchenrezepten bin ich aber gerade noch am Überlegen, ob ich diese für eine kleine Kuchenform umrechne, damit meine kleine Springform endlich mal wieder zum Einsatz kommt. Außerdem haben durch Corona noch die Schwimmbäder zu und damit sind kleine Kuchenstückchen besser.

Du siehst also, die Planungen für weitere Rezepte stehen an. Mal schauen, was demnächst noch alles dazu kommt und welche Rezepte es dann am Ende wirklich auf mongout.de schaffen und welche ich doch lieber ganz heimlich in der Schublade verschwinden lasse. Wenn unerwarterweise alles nach Plan verläuft, dann gibt es die Rezepte bis Ostern hier zu lesen. Aber eins nach dem anderen. Und irgendwie komme ich sicherlich durch diese grauen Tage. Der Februar zeigt auf jeden Fall, dass es etwas zwischen schwarz und weiß gibt. Immerhin. Vielleicht ist das Wetter ja auch nur für diese Erkenntnis gut. Wer weiß.

So, geschafft. Das war es erst mal wieder von mir. Bleib gesund, vergiß nicht gut und lecker zu essen und denk dran, die Sonne wird bald wieder deutlich kräftiger scheinen (das sage ich mir die Woche sicherlich auch noch ein paar Mal).
Liebe Grüße, Marina

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