Caffè Shakerato – Erfrischung auf italienische Art


Der Sommer ist noch eine Weile hin – dennoch gibt es heute ein erfrischendes Getränk als Empfehlung für dich: Caffè Shakerato stammt aus Italien. Übersetzt bedeutet dies ganz einfach “geschüttelter Kaffee” und ehrlich gesagt, ist es genau das. Hinter dem Caffè Shakerato verbirgt sich ein Kaltgetränk aus Espresso und Eiswürfeln. Durch das Schütteln verbindet sich der Espresso mit dem Eis und bringt neben dem leckeren Geschmack auch eine hervorragende Crema.

Im Folgenden findest du erst einmal die Standardversion. In den Tipps am Ende des Rezeptes habe ich dir einige Variationen zusammengestellt, denn je nach Geschmack kannst unterschiedliche Versionen zaubern: Von Vanillesirup, über Zitronensirup bis hin zu Amaretto ist alles dabei.

Für die Zubereitung benötigst du einen Cocktail-Shaker (am besten mit einem Barsieb). Serviert wird der Caffè Shakerato entweder in einem Cocktailglas oder einem Weinglas. Der Caffè Shakerato ist nicht nur lecker, sondern auch ein kleines Fest für deine Augen. So kannst du dabei zuschauen, wie die hellbräunliche Färbung langsam dem dunklen Kaffeeton weicht. Bin jedes Mal davon begeistert und deine Gäste werden das bestimmt auch sein.

Und noch etwas: Ich liebe es ja, wenn man bei Rezepten nicht so viele Zutaten benötigt, bzw. auf Standardzutaten zurückgreifen kann, die eigentlich immer vorrätig sind. Bei diesem Rezept ist das wirklich eine einfache Sache und so ist die folgende Zutatenliste sehr kurz.

Zutaten:

  • 50 ml Espresso (entspricht einem doppelten Espresso)
  • 5-6 Eiswürfel
  • 1 gehäufter Teelöffel Zucker
  • ggf. Kakaopulver

Und so geht’s:

  1. Cocktail-Shaker vorab möglichst zum Kühlen ins Eisfach legen.
  2. Espresso zubereiten und den Zucker darin auflösen. Eiswürfel in den Shaker geben und den Espresso über die Eiswürfel gießen.
  3. Shaker schließen und für 30 – 60 Sekunden kräftig schütteln, damit die Crema richtig gut wird. Caffè Shakerato durch ein Barsieb in ein Cocktailglas füllen (Crema ggf. mit etwas Kakaopulver bestreuen) und servieren.

Tipps:

  • Wie bereits gesagt, ist der Shakerato jedes Mal schön anzusehen und somit kannst du die Zubereitung gerne “feiern”. Also eingießen und beobachten, wie sich die dunkle Färbung von unten nach oben zieht.
  • Nachdem du nun das Originalrezept des Caffè Shakerato kennst, kannst du entweder einfach selbst unterschiedliche Kombinationen nach deinem Geschmack ausprobieren oder du verwendest eine der folgenden Ideen:
    • Ich gebe zu, dass ich von Sirup im Kaffee immer begeistert bin. Am liebsten mag ich Haselnusssirup. Der Kaffeegeruch alleine ist ja schon ein Traum – aber zusammen mit dem Haselnussgeruch ist es einfach unwiderstehlich. Möchtest du Sirup in deinem Shakerato haben, dann bei der Zubereitung der oben beschriebenen Anleitung folgen und zusätzlich einen Spritzer Sirup vor dem Schütteln in den Shaker geben. Wie immer ist hier Ausprobieren angesagt, denn durch den Sirup wird der Shakerato natürlich etwas süßer. Wenn du es also nicht zu süß haben möchtest, solltest du gegebenenfalls etwas weniger Zucker verwenden.
    • Da Schokolade und Kaffee hervorragend miteinander auskommen, steht Schokoladensoße ebenfalls hoch im Kurs. Dazu am besten das Glas vorab im Eisfach kühlen, etwas Schokoladensoße spiralförmig ins Glas geben, den Shakerato wie gewohnt zubereiten und auf die Schokoladensoße geben.
    • Bei meiner nächsten Variation wird es cremig: Nachdem du den Caffè Shakerato fertiggestellt hast, gibst du einen Schlag Sahne oben drauf.
    • Wie eingangs erwähnt, verwendet man beim Caffè Shakerato Cocktail- oder Weingläser. Somit liegt es auf der Hand, das koffeinhaltige Getränk mal mit einem Schuss Alkohol zu probieren. Hier kannst du je nach Geschmack beispielsweise Grappa oder Amaretto verwenden. Auch bei dieser Variation ist es am besten, wenn du das Glas vorher im Gefrierfach abkühlst. Shakerato im Shaker zubereiten, etwa 1 cl Grappa oder Amaretto in das eisgekühlte Glas geben und den Shakerato durch das Barsieb auf den Alkohol gießen. Wenn du mit dem Amaretto und/oder Grappa “durch” bist, könntest du noch Baileys und Vanillelikör ausprobieren.
    • Bei der nächsten Variante wird es fruchtig – allerdings auch eine Ecke aufwändiger, denn dafür benötigst du Zitronensirup, den du am besten einen Tag vorher selbst zubereitest. Für den Sirup benötigst du die folgenden Zutaten: 5 unbehandelte Zitronen und 150 g Zucker (also auch hier gibt es nicht viel zum Einkaufen). Und so geht’s: Die unbehandelten Zitronen gut waschen und abtrocknen. Schale mit einem Gemüseschneider dünn schälen und in Streifen schneiden. Den Zitronensaft auspressen. Zitronensaft zusammen mit 125 ml Wasser, Zucker und Zitronenschale in einen kleinen Topf geben, aufkochen und 5 Minuten köcheln lassen. Sud vom Herd nehmen und ca. 10 Minuten ziehen lassen. Sirup (wenn er noch heiß ist) durch ein Sieb in eine Flasche füllen. (Zitronensirup auskühlen lassen und dann im Kühlschrank aufbewahren.) Für den Shakerato einen Schuss Zitronensirup mit in den Shaker geben.
    • So, eine Option habe ich noch für dich: Vanilleeis. Wenn du Eis mit hinzugibst, solltest du deutlich weniger Eiswürfel verwenden. 2-3 Eiswürfel mit 1 Kugel Vanilleeis in den Cocktail-Shaker geben, Espresso zubereiten, süßen und auf das Eis geben. Shaker schließen und natürlich auch hier kräftig schütteln (30 – 60 Sekunden). Shakerato durch das Sieb ins Glas gießen.
  • Vor einiger Zeit habe ich dem Kaffee ein eigenes Special gegönnt. Auf der Seite findest du eine Zusammenstellung meiner Rezepte, die Kaffee enthalten. Solltest du also auch ein Kaffee-Narr sein, lohnt es sich, dort mal vorbei zu schauen. Dort findest du zum Beispiel das Rezept für den Affogato, zu dem es bei mir immer selbstgemachtes Mandel-Kaffee-Krokant gibt.
  • Du hast noch keinen Cocktail-Shaker*, möchtest aber dringend einen haben? Dann empfehle ich dir, gleich ein Set mit dem wesentlichen Zubehör zu kaufen. Bei mir kommt dieser schon alleine für den Ipanema (= alkoholfreier Cocktail) häufiger zur Anwendung.

Die Bilder vom Caffè Shakerato sind übrigens in der Bonner Kaffeeschule entstanden. Der Ort, an dem du am besten deine Kaffeebohnen kaufst oder an dem du ein Barista Seminar besuchst. Herzlichen Dank an Mark!

Nun folgt mal wieder etwas “Geplapper” am Ende des Rezeptes:

Das ein oder andere Rezept bringt dann doch Erinnerungen hervor. Genau das geschah, als ich über die unterschiedlichen Variationen berichtet habe. Wo fange ich an?

Vielleicht bringt die Kombination aus schwarzem Kaffee und Zitrone auch deine Stirn zum Runzeln. So war es auf jeden Fall bei mir, als ich zum ersten Mal davon gehört habe. “Schwarzer Kaffee und Zitrone? Das geht ja man gar nicht.” Diesen Satz habe ich vor vielen, vielen Jahren ausgesprochen und damals konnte ich mir noch nicht mal vorstellen, dass ich einen Kaffee schwarz trinken würde. Ich gebe zu, dass ich schon während des Studiums eine richtige Kaffeetante war. Allerdings hätte man das damals eher “warme Milch mit viel Zucker und einem Schuss Kaffee” nennen sollen.
Ich erinnere mich noch sehr genau an das Gespräch und es fühlt sich ein wenig so an, als wäre es erst im letzten Jahr gewesen. Ich saß bei Thomas am Esstisch, während er in seiner kleinen Küche stand. Thomas machte und etwas zu trinken und wir sprachen über Kopfschmerzen (ja, du hast richtig gelesen: Kopfschmerzen. Wir hatten schon damals die wesentlichen Themen…) Dabei berichtete Thomas von dem Hausmittel seiner Mutter gegen Kopfschmerzen. Wie du dir sicher jetzt denken kannst, ist dieses eine Tasse Kaffee mit dem Saft einer halben ausgepressten Zitrone zu vermischen und zu trinken. Vermutlich habe ich in dem Moment so geschaut als hätte ich gerade in eine ganze Zitrone gebissen. Aber auch wenn ich die Vorstellung zu dem Zeitpunkt grausig fand, massiven Protest eingelegt habe und das nicht glauben wollte, bestätigte mir Thomas mehrfach die Wirksamkeit und das über die Jahre. Ich gebe zu, irgendwann habe ich nachgelesen und musste feststellen, dass viele Experten der Mutter von Thomas Recht geben. (Das hätte ich aus Erfahrung eigentlich schon vorher wissen müssen.) Die Chlorogensäure gleicht den Blutzuckerspiegel aus, während der Kaffee oder der Espresso die Hirnbotenstoffe stabilisiert. Beides (also die Hirnbotenstoffe und der Blutzuckerspiegel) spielt bei einer Migräne eine wichtige Rolle.

Mittlerweile werden der Kombination aus Kaffee und Zitrone weitere positive Eigenschaften zugeschrieben. Das Getränk findet unter anderem Anwendung bei Menschen, die abnehmen wollen und angeblich soll die Haut dadurch reiner und strahlender erscheinen. Somit auf mit dir in die Küche und schnellstens die nächste Beauty-Kur von innen beginnen.

Nun bist aber du an der Reihe: Was sind deine Lieblingsrezepte mit Kaffee und nutzt du Kaffee auch als Wunder- oder Hausmittel (zum Beispiel gegen Gerüche oder als Dünger für deine Pflanzen? Bin gespannt auf deine Erfahrungen. Dazu kannst du mir gerne eine Mail senden oder das Kommentarfeld weiter unten nutzen. Ich bin schon neugierig und wünsche dir noch einen schönen Tag.
Liebe Grüße, Marina

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PS: @Thomas: Ich gebe dir einfach mal kein Signal, dass ich hier von der Kaffee-Zitronen Mischung deiner Mutter berichtet habe. Bin gespannt, ob bzw. wann du mal über diese Zeilen stolperst. Gib Bescheid, wenn du das gelesen hast – der nächste Kaffee (gerne mit oder ohne Zitrone) geht dann auf mich :-* frage mich gerade aber doch noch, ob das Hausmittel wirklich von deiner Mutter kam… meine aber schon. Du weißt das bestimmt noch und ich brauche scheinbar eine Auffrischung – war halt doch nicht letztes Jahr, sondern es liegt mittlerweile fast 20 Jahre zurück… Ach und noch etwas: Während ich das hier so schreibe, hast du mir gerade eine Nachricht geschickt. Schöner Zufall. Verrate aber trotzdem nix. Den Kaffee musst du dir mit dem Lesen bis zum Ende quasi verdienen.

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