Teriyaki-Dressing mit geröstetem Sesam

Teriyakisoße kommt aus der japanischen Küche und wahrscheinlich verbinden die meisten damit das Marinieren von Fleisch. Sie eignet sich aber auch hervorragend für Gemüse und Salate. Festgestellt habe ich dies, als ich vor einiger Zeit noch einen Rest Teriyakisoße in der Flasche übrig hatte. Da ich diesen nicht wegwerfen wollte, beschloss ich, daraus eine Teriyaki-Vinaigrette zu machen. Die Kombination aus Teriyaki und Sesam mag ich in diversen Gerichten sehr gerne und so war klar, dass Sesam mit ins Dressing muss.

Du schaust noch skeptisch? Dafür gibt es keinen Grund: Ich werde dieses Dressing nun öfter zubereiten; also einfach mal ausprobieren.

Zutaten:

  • 3 EL Sesam
  • 3 Schalotten
  • 8 EL Aceto-Balsamico
  • 4 EL Teriyakisoße
  • 1 EL flüssiger Honig
  • Salz
  • Pfeffer
  • 5 EL Sesamöl
  • 6 EL gutes Olivenöl

Und so geht’s:

  1. Sesam in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten, herausnehmen und abkühlen lassen. Schalotten schälen und sehr fein würfeln.
  2. Essig mit Teriyakisoße und Honig verrühren, anschließend mit Salz und Pfeffer würzen. Beide Ölsorten darunterschlagen, Sesam und Schalotten hinzugeben und nochmals gut verrühren (siehe unter Tipps). Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Tipps:

  • Öl und Essig mischen sich nicht gerne. Wenn du Öl & Essig in ein Gefäß gibst, dann kannst du dies gut erkennen. Zum Zubereiten von Salatsoßen verwende ich daher meistens ein sauberes Glas mit Schraubverschluss. Dafür habe ich unterschiedliche Größen in meiner Küche parat. Salatdressing nach Anleitung in dem Glas zubereiten, Schraubverschluss gut schließen und das Glas kräftig schütteln. Und so bekommst du Öl und Essig gut vermischt. Bleibt die Salatsoße eine Weile stehen, wirst du sehen, dass sich Öl und Essig wieder trennen. Aus diesem Grund lasse ich die Soße bis zum Gebrauch in dem Glas. Kurz vorm Anrichten dann erneut schütteln und deine Salatsoße ist zum Verzehr bereit.
  • Richtig klasse ist auch der Shaker aus der Jamie Oliver Kollektion* von Tefal. Damit bekommst du nicht nur deine Soße vermischt, sondern auch gleich die Zwiebeln geschnitten.
  • Salatsoßen sind schnell und einfach zubereitet und geben deinem Salat eine besondere Note. Für weitere Inspirationen schau dir doch mal die grüne Salatsoße, das Orangen-Balsamico-Dressing mit Ingwer oder das vegane Erdnuss-Salat-Dressing an.
  • Du bist noch auf der Suche nach leckeren Rezepten mit Teriyakisoße? Hier eine kleine Auswahl für dich: Auberginen mit Teriyakisoße und Gemüsepfanne mit Teriyaki-Putenschnitzel.

Kleines Special zur Teriyakisoße:

(Und was mir sonst noch so einfällt…)

Habe es mir angewöhnt, hin und wieder den Text am Ende meine Rezepte etwas zu verlängern bzw. Informationen zu einzelnen Zutaten mit anzuhängen. Dies mache ich zum einen, um selbst ein wenig mehr über die Zutaten zu lernen, die ich regelmäßig verwende. Zum anderen teile ich damit mein Wissen oder auch oftmals nur meine Gedanken mit dir. Falls du also ein neugieriger Typ ist und Lust hast, ein wenig über die Teriyakisoße zu lernen, dann kannst du in den nächsten Zeilen vielleicht etwas Neues lernen. Wenn du selbst einiges weißt, dann kannst du dein Wissen gerne unten in den Kommentaren ergänzen und uns daran teilhaben lassen. Und sollte dich die Teriyakisoße nicht wirklich interessieren, dann darfst du an dieser Stelle entspannt mit dem Lesen aufhören. Alles Wesentliche ist weiter oben schon gesagt. 😃

  • Teriyakisoße kommt aus der japanischen Küche. “teri” bedeutet Glanz und “yaku” heißt schmoren. Mit einem Blick auf – in Teriyakisoße eingelegtes – Fleisch kann man den Namen der leckeren Würzsoße sehr gut nachvollziehen. Bei der Zubereitung werden die Zutaten (Fleisch, Fisch und Gemüse) in der Teriyakisoße mariniert und dann gegrillt oder geschmorrt.
  • Hergestellt wird die klassische Variante der Teriyakisoße aus Sojasoße, Mirin (Reiswein) und Zucker. Diese Zutaten machen sich somit im Geschmack der dunklen Soße bemerkbar, denn die intensive Würze der Sojasoße kommt deutlich heraus. Der Zucker verleiht ihr die spezielle Süße. Mirin gibt der Soße nicht nur ein besonderes Aroma, sondern auch den erwähnten Glanz.
  • Du kannst Teriyakisoße ganz einfach selbst zubereiten. Knoblauch schälen und halbieren. Ingwer ebenfalls schälen. Sesamsamen in einer Pfanne (ohne Fett) rösten, herausnehmen und zur Seite stellen. Halbe Knoblauchzehe und Ingwer kurz anrösten (- beides nicht kleinschneiden, damit du beide Zutaten am Ende leicht aus der Soße bekommst). Zucker hinzugeben und schmelzen lassen. Mit Mirin, Sojasoße und Sake ablöschen und die Soße köcheln lassen. Dabei immer wieder umrühren und die Zuckerstückchen ganz auflösen lassen. Soße bis zur gewünschten Konsistenz reduzieren lassen – aber nicht zu dickflüssig werden lassen, da sie im kalten Zustand noch etwas fester wird. Knoblauch und Ingwer aus der Soße entfernen (sonst schmeckt die Soße zu sehr danach) und die Sesamsamen hinzugeben. Soße abkühlen lassen. Für diese Teriyakisoße benötigst du die folgenden Zutaten:
    • geschälte Sesamsamen
    • 1 halbe Knoblauchzehe
    • 1 kleines Stück Ingwer (etwa 1 cm)
    • 1 EL Speiseöl
    • 1 EL Sesamöl
    • 50 g brauner Zucker
    • 150 ml Sojasoße
    • 150 ml Mirin
    • 50 ml Sake
  • Wenn du die Zutaten länger in der Teriyaki-Marinade einlegst, wird der Geschmack intensiver.
  • Du kannst Teriyakisoße auch als Dip verwenden. Dazu ist es gut, wenn du sie etwas länger einköcheln lässt.

Ich kann mich noch sehr gut an mein erstes Teriyaki-Gericht erinnern. Das war im Oktober 2005 in einem kleinen asiatischen Restaurant in Seattle. Es war so klein, dass ein wirkliches Restaurant-Feeling gar nicht aufgekommen ist. Während meiner Zeit in den Staaten fand ich es äußerst spannend festzustellen, wie unterschiedlich ausländische Küche in anderen Ländern ist. Klingt gerade sehr holprig, aber ist eigentlich ganz einfach. Asiatisches Essen in Deutschland ist angepasst an unsere Essgewohnheiten und so ist asiatisches Essen in Amerika an die amerikanische Küche und die Essvorlieben der Amerikaner angepasst. Wenn du also hier gerne asiatisches Essen magst, heißt das noch lange nicht, dass du die asiatische Küche gerne in anderen Ländern, geschweige denn in Asien selbst magst. Nun aber wieder zurück nach Seattle.

Das kleine Restaurant war direkt bei der Arbeit und ich war mit ein paar neuen Kollegen verabredet. Was nicht schwierig war, da alle Kollegen neu für mich waren, 🙈 denn mein Einsatz hatte gerade erst begonnen. Dort bestellte ich Teriyaki-Chicken mit Erdnüssen. Bis dahin hatte ich noch nie irgendetwas mit Teriyaki gegessen und ich war mit dem ersten Bissen hin und weg. Schnell wurde dieses Gericht zu meinem Lieblings-Mittagessen und ich wollte bei meinen Besuchen in dem besagten Restaurant gar nichts anderes mehr essen. In meinen drei Monaten in Seattle habe ich das Teriyaki-Chicken noch diverse Male gegessen. Und auch wenn das nun eine gefühlte Ewigkeit her ist, so zähle ich das noch immer zu meinem Lieblings-Teriyaki-Essen und kann mich noch richtig gut an den Geschmack erinnern.

Hast du ein Lieblings-Teriyaki-Rezept? Welche sind das? Würde mich sehr freuen, wenn du diese mit mir teilst. Neugierig wäre ich auch zu erfahren, wie du angebrochene Soja- oder Teriyakisoßen aufbrauchst.

Bleib gesund,
Marina

PS: Finde es immer wieder interessant, woran man sich erinnert – bzw. woran ich mich so erinnere. Sicherlich ist es in diesem Fall zumindest zeitlich einfach, da ich genau sagen kann, wann ich in Seattle war. Darüber hinaus weiß ich, dass ich mich mit den Kollegen gleich in der ersten Woche getroffen habe. Aber dennoch war für mich – gerade in der ersten Woche – ja alles neu und aufregend. Und dennoch sehe ich mich noch heute in dem Restaurant sitzen, während ich die Speisekarte in den Händen halte. Das Teriyaki-Chicken habe ich übrigens gewählt, da ich unbedingt etwas mit Erdnüssen essen wollte und es nicht viele Gerichte mit Erdnüssen war. Warum brennen sich manche Sachen so in die Erinnerungen ein und andere vergisst man schnell? Habe in einem Artikel einmal gelesen, dass sich das Gedächtnis von Menschen wie eine launische Diva verhalten kann… Wenn es Lust hat, dann merkt es sich bestimmte Dinge und wenn es keine Lust hat, lässt es das einfach sein. Ich meine, dass das limbische System dabei eine wesentliche Rolle spielt. Dort werden Informationen auf die Wichtigkeit geprüft und viele Nachrichten werden gleich wieder über Bord geworfen. Für viele Menschen sind z.B. Zahlen eine langweilige Sache und so werden die oft als erstes wieder vergessen. Aber gerade die Themen, bei denen man beispielsweise starke Gefühle empfindet, werden weitergeleitet an vielen Stellen der Großhirnrinde und im Langzeitgedächtnis jahrelang gespeichert.

Das Langzeitgedächtnis lässt sich übrigens gut durch Lesen, Schreiben, Diskutieren und Musizieren trainieren. (Vielleicht sollte ich hier also noch mehr Schreiben, 😛 denn Musik will wahrlich niemand von mir hören…) Sogar Sport soll beim Gedächtnistraining helfen, da durch Bewegung die Durchblutung im Gehirn gefördert wird. Nachteilig für das Langzeitgehirn ist übrigens zu viel Fernsehen, da du dabei zu wenig denkst. Auch einige Computerspiele sind kontraproduktiv, da sie dazu führen, dass man sich nur von den Bildern unterhalten lässt und nicht mehr selber denkt. Ich glaube, da werde ich demnächst noch mal mehr drüber lesen, wie das Gehirn funktioniert. Denn entweder ich habe das in der Schule gar nicht gehabt oder die Diva in mir hatte keine Lust, sich das zu merken.

Habe auf jeden Fall mit diesem Artikel genug Training für mein Langzeitgedächtnis gemacht und werden nun endlich (zum zweiten Mal) zu einem Ende kommen. Wahrscheinlich ist alleine mein “PS” jetzt schon viel länger geworden als das Rezept selbst. Ich schaue aber lieber nicht nach und mache mir lieber eine Tasse Kaffee – das hilft wahrscheinlich nicht dem Gedächtnis aber dafür werde ich damit vielleicht etwas wacher.

Aktualisierung: Ergänzung von Verlinkungen zu Rezepten (25.07.2021)

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