Sonntagsfrühstück: Dutch Baby mit Apfel


Es geht nicht anders: Bei diesem Rezept muss ich einfach bei Eierpfannkuchen anfangen. Wo auch sonst!? Eierpfannkuchen sind seit Jahren mein Lieblingsessen. Äpfel sind dabei kein Muss aber ein schönes, fruchtiges Add-on. Dazu gibt es dann entweder Apfelmus, Zimt und Zucker, Ahornsirup oder Vanillezucker. Eierpfannkuchen gehören zu den Gerichten, die ich eigentlich immer essen kann. Somit gilt natürlich das gleiche auch für Pancakes mit Blaubeeren, die ich während meiner Zeit in Amerika für mich entdeckt habe.

Und so ist es wenig überraschend, dass ich ein großer Fan vom Dutch Baby bin, das sowohl dem Eierpfannkuchen als auch den amerikanischen Pancakes sehr nahe kommt. Für dein Dutch Baby verwendest du kein Backpulver, wie es bei den meisten Pancake-Rezepten der Fall ist. Dennoch wirst du vor deinem Backofen stehen und gespannt dabei zuschauen, wie dein Dutch Baby im Ofen aufgeht und der Rand langsam in die Höhe wächst. Der einzige Nachteil an diesem Rezept ist, dass dein Dutch Baby recht schnell in sich zusammensacken wird, wenn du es aus dem Ofen holst. Aber der Geschmack verändert sich dadurch nicht.

Der Name “Dutch Baby” führt einen übrigens ein wenig hinters Licht, denn er lässt vermuten, dass diese Eierpfannkuchenart in den Niederlanden erfunden wurde. Dem ist wohl nicht so. Ursprünglich kommt das Dutch Baby – genau wie die Pancakes – auch Nordamerika. Genauer gesagt aus Seattle. Seufz. Ich freue mich weiterhin über die dort entdeckten Pancakes – auch wenn ich mehr als gerne schon damals ein Dutch Baby hätte essen wollen. Allerdings vermute ich, dass ich es mir nicht bestellt hätte, wenn ich den Namen auf einer Speisekarte entdeckt hätte. Im Grunde ist es nichts anderes ein Pfannkuchen, der im Ofen gebacken wird. Der Teig für meine Eierpfannkuchen kommt normalerweise ohne Zucker aus. Ich muss aber gestehen, dass ich den gezuckerten Äpfeln nicht widerstehen kann.

Sicher ist, wenn du Eierpfannkuchen und Pancakes magst, kannst du auch mit diesem Rezept nur richtig liegen. Und da du die Zutaten für ein Dutch Baby wahrscheinlich eh in deiner Küche vorrätig hast, kannst du gleich damit loslegen. Schon mal guten Hunger.

Zutaten:

  • 25 g Butter
  • 1 Apfel
  • 2 EL Zucker
  • 125 g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 1/4 – 1/2 TL Zimt (je nach Geschmack)
  • 3 Eier (Gr. M)
  • 175 ml Vollmilch (3,8 %)
  • etwas Puderzucker

Und so geht’s:

  1. Gitterrost auf die mittlere Schiene des Backofens stellen und diesen vorheizen (Ober- und Unterhitze: 200° C).
  2. Butter in eine ofenfeste Pfanne geben (Ø zwischen 23 – 26 cm) und kurz in den vorgeheizten Ofen stellen. Apfel schälen, vierteln, entkernen und längs in dünne Scheiben schneiden. Apfelscheiben zur geschmolzenen Butter geben, mit 1 EL Zucker bestreuen und im Ofen etwas brutzeln lassen.
  3. Währenddessen Mehl, 1 EL Zucker, Salz und Zimt in einer Rührschüssel vermischen. Mit dem Rührstab des Handmixers Eier und Milch unterrühren und zu einem glatten Teig verarbeiten. Pfanne aus dem Ofen nehmen und den Teig vorsichtig über die leicht gebackenen Äpfel gießen (aufpassen, dass du am Ende nicht alle Äpfel am Pfannenrand hast). Alles im Backofen für ca. 20 Minuten backen – dein Durch Baby müsste zu dieser Zeit an den Seiten hochgewandert sein gut gebräunt sein.
  4. Dutch Baby aus dem Ofen nehmen, mit Puderzucker bestäuben und servieren. Und mach’ es besser als ich und denke immer an einen Ofenhandschuh, bevor du den heißen Pfannengriff anfasst… Das tut nämlich mächtig weh und gibt doofe Brandblasen.

Tipps:

  • Genau für solche Rezepte liebe ich meine gusseiserne Pfanne*, die du auf den Bildern sehen kannst. Meine Pfanne hat einen Durchmesser von 23 cm – dadurch ist das Dutch Baby etwas dicker als bei einer größeren Pfanne. Je nach Pfannengröße solltest du die Backzeit ggf. anpassen. Bei einer größeren Pfanne würde ich schon nach etwa 15 Minuten hin und wieder vorbeischauen und darauf achten, dass dein Dutch Baby im Ofen nicht anbrennt. (Note to self: Ich benötige die Pfanne noch in einer Nummer größer und dann am liebsten in blau.)
  • Du kannst dein Dutch Baby ganz einfach variieren. Sehr lecker schmecken dazu beispielsweise Mandelblättchen, die du über deinen fertiges Dutch Baby streuen kannst. Oftmals verwende ich auch Ahornsirup oder schneide mir frisches Obst, das ich auf dem Dutch Baby verteile (das sieht dann auch noch hervorragend aus). Deiner Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.
  • Für mich ist das Frühstück meine liebste Mahlzeit am Tag. Auch wenn ich jeden Morgen frühstücke, kommt diese Mahlzeit an den Wochentagen oft zu kurz. Fürs Frühstück stehe ich morgens gerne früher auf; dennoch reicht die Zeit von Montag bis Freitag nicht wirklich für ein ausgiebiges Frühstück. An den Wochenenden nehme ich mir deutlich mehr Zeit und tobe mich sehr gerne in der Küche aus (am liebsten mehrmals am Tag). Auch wenn du auf dein Dutch Baby etwas warten musst, so ist es doch sehr schnell zubereitet und hat den Vorteil, dass du nicht – wie beim Eierpfannkuchen – am Herd stehen musst und darauf achten musst, dass dir nix anbrennt. So kannst du die zwanzig Minuten gut nutzen, um Kaffee oder Tee zu machen, frischen Orangensaft auszupressen oder einfach entspannen und dich auf dein Frühstück freuen. Oft erwische ich mich, wie ich vor dem Backofen stehe und dem Dutch Baby beim Wachsen zuschaue… Du bist auch ein “Frühstücks-Mensch”? Hast du bestimmte Rezepte, die du am Wochenende zubereitest, oder? Magst du mir mitteilen, was deine Frühstücks-Favoriten sind? Weiter unten stelle ich dir gerne ein paar meiner Lieblingsrezepte zusammen.
  • Das Dutch Baby schmeckt am besten warm. Wenn überraschenderweise etwas davon übrig bleibt (was eigentlich gar nicht sein kann), dann kannst du es später auch kalt genießen.

Inspirationen für dein Frühstück:

eat glitter for breakfast and shine all day

Der Gedanke an Glitzer zum Frühstück klingt toll – aber satt macht es mich bestimmt nicht. Somit brauche ich dringend etwas, worauf ich einen Berg an Glitzer streuen kann, denn jeder, der mich kennt, weiß, dass ein Tag ohne Frühstück bei mir gar nicht geht. Im Folgenden findest du eine kleine Zusammenstellung von Frühstücks- und Brunch-Rezepten. Ich hoffe, du hast deine Freude daran. Wenn du davon etwas ausprobieren möchtest, freue ich mich über Kommentare bzw. Feedback dazu.

Porridge ist mein absolutes Energie-Frühstück. In diesem Fall ist es ein veganes Rezept, da ich vor einiger Zeit angefangen habe, meinen Milchkonsum mächtig zu reduzieren. Ins Porridge kommt bei mir ein Apfel und oben drauf eine Mischung aus Nüssen und Obst (meist das, was ich eh daheim habe). Hin und wieder gibt es auch eine Banane rein. Schon beim Schreiben bekomme ich gerade Lust auf eine große Portion und somit steht es nun auch schon auf meiner Liste fürs anstehende Wochenende.

Mache auch gleich mit dem nächsten veganen Rezept weiter: Pancakes! Wie sollte es auch anders sein. Wie weiter oben schon erwähnt, reihen sich Pancakes neben Pfannkuchen und dem Dutch Baby auf meiner Favoriten-Liste ganz weit oben ein. Diese Pancakes kommen hervorragend ohne Ei und Vollmilch aus und Nicht-Veganer werden staunen.

Nachdem ich in Neuseeland war, habe ich damit begonnen, Müsli selber zu machen. Und seitdem habe ich kein Fertig-Müsli mehr gekauft. Allein den leckeren Duft in der Küche mag ich nicht mehr missen. Aber auch geschmacklich kann gekauftes Müsli nicht mit selbstgemachtem Granola mithalten. Anfangs musste ich mich etwas umstellen, da meine Standard-Lebensmittel in meinem Vorratsschrank dafür nicht ausgelegt waren. Nun gibt es bei mir Weizenkleie und so. Aber die Umstellung ging fix und da das Müsli schnell leer gefuttert ist, lohnt es sich, einen Vorrat anzulegen.

Das Crunchy-Nuts-Müsli überrascht durch eine sehr leckere Anis-Note, die sich darin versteckt hat. Offensichtlicher zu erkennen sind Mandeln, Erdnüsse und Sonnenblumenkerne. Dieses Rezept hat es übrigens geschafft, dass ich angefangen habe, Trockenobst zu essen; In diesem Fall in Form von getrockneten Cranberries. Beide Müsli-Rezepte laden förmlich zum Experimentieren ein, denn die Welt des Müslis ist unendlich…

Sonntage eignen sich hervorragend, um selbst zu backen. Alleine der Duft von frischem Brot oder Brötchen macht den Start in den Tag gleich viel besser. Und wenn dann auch noch Kaffeeduft dazukommt, ist der Tag perfekt. Den Teig für Schweizer Bürli bereitest du am Vortag vor. Am Morgen werden dann recht fix Brötchen geformt, gebacken und schwups sind die fertigen Brötchen auf dem Teller.

Aber auch Eier-Liebhaber kommen hier nicht zu kurz. Omelette eignet sich meines Erachtens für jede Mahlzeit. Zum Frühstück verwende ich für mein Ofen-Omelette gerne Babyspinat und Tomaten. Fetakäse gibt dem Ganzen eine spannende Würze. Wer es milder mag, kann zum Überbacken des Omeletts einfach auf Gouda zurückgreifen.

Auf keinen Fall darf ich mein Avocado-Toastie mit pochiertem Ei in dieser Auflistung vergessen. Lange habe ich um pochierte Eier einen Bogen gemacht. Die verpassten Jahre hole ich nun auf. Besonders die Kombination mit Avocados gefällt mir gut und so gesellen sich die beiden auf einem Toastie. Keine Toasties vorrätig? Nicht weiter schlimm, denn auch Brötchen, Toast und Brot sind bei diesem Rezept mehr als passend.

Während meines Studiums hatte ich so überhaupt keine Ahnung vom Kochen und die meiste Zeit auch nicht wirklich Lust dazu. Eins der wenigen Rezepte, das aus dieser Zeit überdauert hat, ist mein Käse-Schinken-Sandwich für den Sandwichmaker*. Kinder lieben es und wollen immer eine weitere Runde. Die Zubereitung ist kinderleicht. Also ausprobieren und überraschen lassen.

Mit Blick auf die Rezepte muss ich feststellen, dass die Wochenenden deutlich länger sein könnten. Es braucht einfach mehr Zeit für ausgedehnte Frühstücke. Mit diesem Fazit verabschiede ich mich für heute. Pass auf dich auf und bleib gesund.
Liebe Grüße,
Marina

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