Avocado-Toastie mit pochiertem Ei


Das Frühstück ist einfach meine Mahlzeit. Wobei du dieses leckere Avocado-Toastie mit pochiertem Ei genauso gut zum Mittag, Abendbrot oder einfach zwischendurch essen kannst. Und wie immer bei Rezepten, gibt es unzählige Möglichkeiten zu variieren:
Das unten beschriebene Rezept ist meine klassische Frühstücksvariante. Anstelle des Toasties gibt es bei mir oft ein gutes und vor allem frisches Vollkornbrot dazu (weitere Kombinationsmöglichkeiten findest du am Ende des Rezeptes unter Tipps). Eine Scheibe Vollkornbrot macht das Frühstück dann sogar noch eine Ecke gesünder. Mit dieser Mahlzeit bekommst du eine Ladung an Eiweiß, Folsäure, Vitaminen und gesunde ungesättigte Fettsäuren serviert. Und es wird sogar noch besser: Dein Avocado-Toastie lässt sich fix zubereiten und schmeckt darüber hinaus sehr lecker.

Hast du schon mal ein Ei pochiert? Im Grunde ist das gar nicht schwierig. Unter Tipps findest du ein paar Hinweise, wie dir das Pochieren von Eiern ganz einfach gelingt. Solltest du das Rezept für Gäste zubereiten wollen und es dein erster Ei-Pochier-Versuch ist, empfehle ich dir einen bis zwei Probeläufe ohne Besuch.

Übrigens geht meine Lernreise zum Thema “Obst und Gemüse” mit diesem Blogbeitrag weiter. Nachdem ich erst vor kurzem gelernt habe, dass die Erdbeere keine Beere, sondern eine Nuss ist, weiß ich jetzt auch, wozu die Avocados zählen. Weißt du es? Falls nicht, findest du am Ende des Artikels die Auflösung. Jetzt aber endlich zum eigentlichen Rezept.

Zutaten (für 2 Personen):

  • 1/2 Bund Rucola
  • 1 Zitrone
  • 2 reife Avocados
  • 10-12 Kirschtomaten
  • Salz, Pfeffer
  • 4 frische (!) Eier
  • 4 Toasties
  • Kresse

Und so geht’s:

  1. Rucola verlesen, waschen und gut abtropfen lassen. Zitrone halbieren und den Saft auspressen. Avocados halbieren und entkernen. Mit einem Esslöffel das Fruchtfleisch herausnehmen und in eine Schale geben. Fruchtfleisch mit einer Gabel zerdrücken. Etwas Zitronensaft hinzugeben (damit die Avocadocreme sich nicht bräunlich verfärbt) und gut verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kirschtomaten waschen, abtropfen, in kleine Stücke schneiden und mit einem Löffel unter die Avocadocreme rühren.
  2. Wasser in einen mittelgroßen Topf geben, Salz hinzufügen und aufkochen lassen. Ein Ei aufschlagen und in ein feinmaschiges Küchensieb* geben, so dass das Eigelb ganz bleibt und sich nicht mit dem Eiweiß vermischt. (Dadurch fließt das zu flüssige Eiweiß ab.) Topf mit kochendem Wasser vom Herd nehmen und einen kurzen Moment warten, so dass das Wasser simmert (= nicht mehr kocht; etwa 95°C). Das aufgeschlagene Ei sehr schnell vom Sieb ins Wasser geben. Vorgang mit den restlichen Eiern wiederholen. Die Eier jeweils für 3-4 Minuten im Wasser pochieren. Währenddessen Toastie im Toaster rösten, jeweils eine Toastiescheibe mit der Avocadocreme bestreichen und mit etwas Rucola belegen.
  3. Pochierte Eier mit einer Schöpfkelle aus dem Wasser herausnehmen und kurz auf etwas Küchenkrepp abtropfen lassen. Eier auf die belegte Toastiehälfte geben und mit Kresse garnieren. Zweite Toastiescheibe dazu servieren.

Tipps:

  • Wenn du Eier pochieren möchtest, ist der wichtigste Tipp, dass du wirklich ganz frische Eier verwendest. Dies ist wichtig, damit das Eiweiß im Wasser nicht auseinander läuft, sondern fest zusammen hält. Ebenfalls achte darauf, dass die Eier gekühlt sind (also unbedingt im Kühlschrank lagern).
  • Zum Pochieren gehört etwas Übung dazu. Also nicht verzweifeln, wenn es das erste Mal nicht gelingt. Es gibt jedoch auch noch eine Menge Tipps und Tricks. Das wesentlichste habe ich dir schon verraten: Nämlich unbedingt ganz frische Eier verwenden. An ganz vielen Stellen kann man lesen, dass man dazu Essig verwenden soll. Das führt allerdings dazu, dass die Eier einen Essiggeschmack haben und ehrlich gesagt, habe ich es damit auch nicht hinbekommen. Sehr hilfreich ist die Methode mit der Küchenfolie. Hierzu nimmst du eine kleine Schale und legst diese großflächig mit Küchenfolie aus. In die Folie gibst du ein wenig Öl, welches du mit den Händen gut verteilst. Dann das Ei in die Schale (und damit auf die Folie) schlagen, etwas salzen und die Folie vorsichtig mit einem Knoten zusammenbinden. Damit hast du ein kleines Paket mit dem rohen Ei geschnürt. Dieses gibst du in nicht mehr kochendes Wasser und holst es nach 3-4 Minuten heraus. Folie vorsichtig mit einem Messer abtrennen und fertig ist dein pochiertes Ei.
  • Die Methode mit der Folie war mir auf Dauer zu viel Müllproduktion und so habe ich mir nach langem Zögern einen Eier-Pochierer gekauft. Ja, du hast richtig gelesen 🙈. Der klappt echt super.
  • Rezept-Variationen: Wie schon einleitend geschrieben, hast du ganz viele Möglichkeiten das Rezept zu verändern. Eine wesentliche Komponente ist das Brot. Mit viel Zeit gibt es selbstgemachtes und damit noch warmes Brot frisch aus dem Ofen. Toastbrot, Weißbrot oder Mischbrot passen alle sehr gut. Nimm einfach die Brotsorte, die du am liebsten magst. Auch bei der Avocadocreme kannst du mächtig kombinieren. Zum Frühstück mag ich die Avocado recht pur: Salz und Pfeffer sind da völlig ausreichend. In diesem Rezept verwende ich Tomaten, da du dadurch eine weitere gute und frische Geschmacksnote bekommst. Wenn ich mir ein pochiertes Ei zum Abendessen mache, dann verwende ich gerne etwas Knoblauch und hin und wieder mal Koriander dazu. Ebenfalls kannst du auch unterschiedliche Salate verwenden. Da ich den würzigen Geschmack von Rucola mag, verwende ich meistens diesen. Alternativ kannst du auch gerne mal Radicchio ausprobieren. Das gibt auch noch eine schöne farbliche Note.
  • Avocados haben zwar haufenweise Kalorien, sind allerdings mächtig gesund und werden zum Superfood hinzugezählt. Neben gesunden ungesättigten Fettsäuren liefern sie dir eine Vielzahl an Vitaminen und Mineralstoffen. Dazu zählen B-Vitamine, Vitamin E, Vitamin K, Folsäure, Kalium und Kupfer.
  • Durch Avocados habe ich das Wort klimakterisch gelernt. Was das bedeutet, kannst du selber gut testen. Wenn du schon mal Avocados gekauft hast, hast du bestimmt schon einen “Drucktest” gemacht: Gibt die Schale einer Avocado beim Draufdrücken leicht nach, ist die Avocado reif. Aber auch am Glanz kannst du erkennen, ob die Frucht reif ist. Ist der Glanz weg, ist sie reif. Oft findest du im Supermarkt Avocados die noch recht hart sind. Klimakterisch bedeutet, dass die Avocado nach der Ernte noch nachreift. Andere Beispiele dafür sind u.a. Äpfel, Bananen, Kiwis und Tomaten. Den “Nachreife-Prozess” kannst du etwas verlangsamen, wenn du die Avocado im Kühlschrank lagerst. Hast du eine unreife Avocado und möchtest, dass sie schneller reift, dann kannst du diese entweder in Zeitungspapier einwickeln oder in eine Schale mit Äpfeln lagern. Normalerweise lagere ich Äpfel (und auch Tomaten) immer getrennt von anderem Obst/Gemüse, da Äpfel haufenweise Ethyle freisetzen, die dafür sorgen, dass anderes Obst und Gemüse schneller verdirbt.

Wieder einmal unwichtiges am Ende:

Nun hat es sich schon ein paar Mal ergeben, dass ich am Ende des eigentlichen Blogbeitrags noch meinen “Senf” zu dem ein oder anderen Thema loswerden musste. So auch heute. Also sei gefasst auf ein kleines Wirrwarr meiner Gedankenwelt. Es ist jedoch nicht schlimm, wenn du an dieser Stelle mit dem Lesen aufhörst, denn die wesentlichen Infos zu dem Rezept habe ich dir bereits verraten. (Praktischerweise erfahre ich ja auch gar nicht, an welchem Punkt du bei diesem Artikel mit dem Lesen aufgehört hast…).

In den Tipps habe ich bereits erwähnt, wie du erkennen kannst, ob eine Avocado reif ist. In diesem Kontext habe ich den folgenden Satz geschrieben: “Aber auch am Glanz kannst du erkennen, ob die Frucht reif ist.” Kaum hatte ich den Satz geschrieben, war ich in Erinnerungen abgetaucht und in einer anderen Welt bzw. bei meinem Friseur. Und jeder, der jetzt sowas denkt wie “typisch Frau”, der darf in ein paar Minuten bitte “typisch Mann” denken. Ich hole aber etwas weiter aus.

Als ich vor mittlerweile 15 Jahren nach Bonn gezogen bin, habe ich – nicht viel später – meine Suche nach einem neuen Friseur gestartet. Mein erster Testbesuch bei einem Friseurgeschäft hatte mich nicht wirklich begeistert und so wagte ich am 14. September 2005 einen Termin bei einem anderen Friseur. Seitdem habe ich meinen Friseur nicht mehr gewechselt. Nach ein paar Jahren kam ich vor meinem Friseurtermin auf den Gedanken, dass ich gerne mal wieder die Frisur haben wollte, die er mir beim ersten Mal geschnitten hatte. Somit kramte ich ein wenig in meinen Bildern herum und fand ein Foto, auf dem der Haarschnitt zu sehen war. Diesen zeigte ich ihm beim Termin. Seine spontane Reaktion war: “Das ist aber lange her”. Etwas verdutzt antwortete ich ihm, dass das bestimmt noch nicht so lange her sei und fing im Kopf an zu rechnen. Währenddessen sagte er: “Doch, ich sehe sowas. Weißte: mit 28 verliert eine Frau ihren Glanz.” Ich glaube mein Gesicht vollzog in kürzester Zeit sämtliche Ausdrücke: 😳🤨😡🙄😂🤦🏻‍♀️. Mit seinem Versuch, das wieder auszubügeln, ist es nicht besser geworden.

Was soll ich dazu noch sagen!? Ja, ich gehe noch immer zum gleichen Friseur. Während er mir meine Haare schneidet, zitiere ich ihn allerdings jedes Mal lautstark, so dass es alle Kundinnen im Salon mitbekommen und freue mich, wenn er ein “pssssttt” raunt.

Nun noch ein kleiner Themensprung bzw. noch ein Merker für mich: brauche hier dringend weitere Frühstücksrezepte. Gerade an den Wochenenden ist es traumhaft, das Frühstück entspannt und ganz ohne Zeitdruck auf der Terrasse zu genießen. Ein paar Frühstücksanregungen findest du bereits auf mongout.de: Zum Beispiel veganes Apfel-Porridge für dein Energie-Frühstück, Schweizer Bürli: knusprige Frühstücksbrötchen und Selbstgemachtes Knuspermüsli, bei dessen Zubereitung deine Küche lecker duftet.

Und hier noch die Auflösung: Wie bereits berichtet, ist die Erdbeere keine Beere, sondern eine Nuss. Als Ausgleich ist dann einfach mal die Avocado eine Beere 🤷🏻‍♀️.

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