Avocado-Speck-Sandwich mit karamellisierten Zwiebeln


Hier kommt mal wieder einer meiner Sandwich-Klassiker: Das Avocado-Sandwich mit gebratenem Speck und karamellisierten Zwiebeln überzeugt schon beim ersten Bissen. Einen cremig-nussigen Hauch bekommt das Sandwich durch die Avocado, der Speck verleiht ihm einen knusprigen Biss und die Würze kommt durch die gebratenen Zwiebeln. Abgerundet wird das Sandwich durch den Lorbeergeschmack, den deine Gäste sicherlich nicht im Sandwich erwarten, der aber unter keinen Umständen fehlen sollte.

Sobald die Zwiebeln in der Pfanne schmoren und der Speck knusprig gebraten ist, hast du den Großteil der Arbeit bereits gemeistert und kannst dich entspannt auf dein Sandwich freuen. Vor dem Einkaufen der Zutaten am besten die Tipps (am Ende des Rezeptes) lesen. Dort findest du neben Ideen für Beilagen Anregungen für die Wahl deines Toastbrots.

Gerne schau dir auch noch meine weiteren Sandwich-Rezepte für den Kontaktgrill an. Da ist sicherlich was für jeden Geschmack dabei. Nun aber endlich zum Rezept:

Zutaten (für 4 Sandwiches):

  • 2 Zwiebeln
  • 20 g Butter + Butter für das Toast
  • 30 ml Olivenöl
  • 50 g brauner Zucker
  • 4 Lorbeerblätter
  • 160 ml Rotweinessig
  • 1 EL Öl
  • 6 Streifen Speck
  • 8 Toastbrotscheiben
  • 1 Avocado
  • 4 Scheiben Käse (z.B. Cheddar oder Gouda)

Und so geht’s:

  1. Zwiebeln schälen und in ca. 1 cm dicke Ringe schneiden. 20 g Butter mit Olivenöl, Zucker und Lorbeerblättern in eine Pfanne geben und so lange erhitzen, bis sich der Zucker ausgelöst hat. Zwiebelringe hinzugeben und kurz anbraten lassen. Mit dem Rotweinessig ablöschen, Deckel auf die Pfanne setzen und auf kleiner Stufe etwa 20 Minuten schmoren lassen.
  2. Währenddessen 1 EL Öl in einer Pfanne erhitzen und den Speck im heißen Fett knusprig braten. Speck aus der Pfanne nehmen und auf etwas Küchenkrepppapier abtropfen lassen.
  3. Kontaktgrill vorheizen. Avocado halbieren, entkernen, die Frucht mit einem Esslöffel aus der Schale lösen und in längliche, dünne Streifen schneiden.
  4. Toastscheiben jeweils von einer Seite dünn mit Butter bestreichen. Vier Scheiben umdrehen, so dass die Butter unten ist, mit Avocado-Streifen, Speck, Käse und karamellisierten Zwiebeln belegen. Jeweils eine Toastbrotscheibe obenauf legen, so dass die Butter ebenfalls außen ist. Im Kontaktgrill goldbraun anbraten, herausnehmen und warm servieren.

Tipps:

  • Dazu passt ein grüner Salat mit weißem Balsamico-Dressing und eine Aioli.
  • Hast du bei dir eine gute Bäckerei? Dann rate ich dir unbedingt, das Weißbrot vom Bäcker zu testen. Der Geschmack unterscheidet sich enorm vom gängigen, abgepackten Toastbrot aus dem Supermarkt. Am besten lässt du dir das Weißbrot beim Bäcker etwas dicker schneiden – zumindest mag ich das recht gerne.
  • Seit dem Kauf meines Kontaktgrills bin ich ganz vernarrt in das Küchengerät. In den letzten Monaten habe ich festgestellt, dass sich der Kontaktgrill hervorragend für schnelles Home-Office Essen anbietet. So kommst du auch ohne große Zeitinvestition zu leckerem Essen.
  • Solltest du für die Zubereitung nicht viel Zeit haben, kannst du die Zwiebeln schon am Morgen vorbereiten und bis zum Mittag im Kühlschrank lagern.
  • Wenn du noch auf der Suche nach weiteren leckeren Inspirationen für den Kontaktgrill bist, kann dir meine Sammlung an Kontaktgrill-Rezepten sicherlich helfen. Ich habe sie in der letzten Zeit kräftig erweitert und mein Kontaktgrill brummt derzeit recht häufig. Solltest du auch ein gutes Rezept für den Grill haben, freue ich mich über einen Kommentar oder eine Mail.
  • Du besitzt keinen Kontaktgrill, möchtest das Sandwich aber dennoch genießen? Kein Problem. Hier zwei mögliche Optionen, wie du zu dem Sandwich kommen kannst: Bei der ersten Variante benötigst du allerdings einen Sandwich-Maker*. Hierbei die Sandwiches wie in der oben beschriebenen Anleitung zubereiten und im Sandwich-Maker backen. Wenn du diesen ebenfalls nicht daheim hast, kannst du die Sandwiches in einer größeren Pfanne zubereiten. Dazu die Sandwiches wie oben beschrieben vorbereiten und in der Pfanne bei mittlerer Hitze von beiden Seiten braten. Die mittlere Hitze benötigst du, damit der Käse gut schmilzt, aber das Toastbrot dabei nicht zu dunkel wird. Hier solltest du regelmäßig schauen, dass das Toast nicht verbrennt.
  • Abschließend noch ein paar Avocado Rezeptempfehlungen für dich: Ich liebe es, an den Wochenenden mit einem Avocado-Toastie mit pochiertem Ei in den Tag zu starten. Da macht das Wochenende gleich noch mehr Freude.
    Wenn du Avocado in deiner Vorspeise haben magst, dann versuche es doch mal mit einem frischen und leckeren Rezept für Avocado-Crostini.
    Zum Salat passt Avocado immer wieder sehr gut. Einen kräftigen Energieschub bekommst du mit dem Spargel-Brokkoli-Salat.
    Avocado schmeckt aber auch warm sehr lecker. Vielleicht magst du dich ja mal an meine Steakpfanne mit Tomaten und Avocado wagen. Ein hervorragendes Gericht, das sich auch für eine Low-Carb-Ernährung anbietet.

Noch ein wenig Warenkunde am Ende:

Hin und wieder lasse ich mich bei einigen Rezepten über Themen aus, die mir beim Schreiben so in den Sinn kommen. Während ich dieses Rezept formuliert habe, habe ich an die erste Avocado-Plantage gedacht, die ich gesehen habe. Dies war auf der Nordinsel in Neuseeland. Bis dahin hatte ich noch keine Avocado probiert. Nachdem ich an etlichen Plantagen vorbeigefahren war, wollte ich dann doch unbedingt eine Avocado testen, und das habe ich dann auch recht fix in die Tat umgesetzt. Ab diesem Moment war ich hin und weg und habe jeden weiteren Tag in Neuseeland eine Avocado gegessen.
Auch hier esse ich noch sehr gerne Avocados – auch wenn ich sagen muss, dass sie auf der anderen Seite der Welt noch viel besser schmecken. Vom Geschmack her könnte ich Avocados mehrfach in der Woche essen. Jedoch halte ich mich damit mächtig zurück, da der Anbau und der Transport von Avocados nach Deutschland nicht wirklich umweltfreundlich ist: Avocados benötigen zum Wachsen wärmere Klimazonen und sehr viel Wasser, welches sie durch künstliche Bewässerung bekommen. Hinzu kommt, dass für die Plantagen sehr viele Wälder abgeholzt werden und die Transportwege nach Europa auch noch sehr lang sind.

In den letzten Jahren ist ein richtiger Hype um Avocados entstanden. Dies liegt zum einen am Geschmack und zum anderen an den guten Inhaltsstoffen der Avocado. Durch diese zählen Avocados zu den sogenannten Superfoods. Superfoods haben in den letzten Jahren einen richtigen Boom erlebt, und die Liste der Superfood-Kochbücher wird immer länger. Eine einheitliche Definition für “Superfoods” gibt es jedoch nicht. Superfoods enthalten – im Vergleich zu anderen Lebensmitteln – überdurchschnittlich viele Nährstoffe (wie Proteine und Vitamine) und wirken sich daher positiv auf die Gesundheit aus. Neben Avocados zählen unter anderem Goji-Beeren, Granatäpfel, Rote Beete, Chia-Samen, Kakao, Kurkuma und Papaya zu den Superfoods.

Nun aber wieder zurück zu den leckeren Avocados.

Wie vielleicht nicht anders erwartet, wachsen diese an Avocadobäumen und gehören zur Familie der Lorbeergewächse. Bei der Avocadofrucht handelt es sich übrigens um Obst und nicht um Gemüse. Genauer gesagt ist die Avocado eine Beere (hast du das gewusst?). Die Avocado hat von August bis April Saison. Weltweit gibt es über 400 Avocadosorten. Die bekanntesten Sorten sind Fuerte (groß, grün und birnenförmig & schmeckt sehr mild) und Hass-Avocados (klein, rundlich, bekommen im reifen Zustand eine dunkelviolette bis schwarze Farbe, nussiger Geschmack).

Woran erkennst du, dass deine gekaufte Avocado reif ist?
Immer öfter findest du im Supermarkt verzehrfertige Avocados, die mit entsprechenden Aufklebern gekennzeichnet sind. Auf diesen steht beispielsweise “ready to eat” oder einfach nur “eat me”. Wenn die Aufkleber keinen Aufschluss über die Reife geben, gibt es ein paar einfache Möglichkeiten, um das herauszufinden:
Die meisten setzen auf den Drucktest. Dazu mit dem Daumen leicht auf die Avocado drücken. Gibt diese leicht nach, so ist die Avocado reif.
Auch mit dem Riechtest bekommst du die Frage der Reife der Avocado beantwortet. Eine unreife Avocado duftet nicht. Hingegen versprüht eine reife Avocado einen Duft.
Ebenfalls kann dir der kleine Stielansatz der Frucht weiterhelfen. Lässt sich der kleine Knubbel gut von der Avocado lösen, ist dies ein weiteres Zeichen, dass diese reif ist. Die Stelle unterhalb des Stiels hat bei einer reifen Frucht eine gelblich-grüne Farbe. Wenn die Avocado schon überreif ist, dann ist die Stelle unterhalb des Stiels braun gefärbt.

Du kannst den Reifeprozess einer Avocado ganz einfach selbst be- oder entschleunigen. Zum Verlangsamen des Reifeprozesses kannst du die Avocado im Kühlschrank aufbewahren. Wenn du den Reifeprozess beschleunigen möchtest, benötigst du entweder Äpfel oder Zeitungspapier. Äpfel geben das Reifegas Ethylen ab. Somit die Avocado einfach zusammen mit den Äpfeln bei Zimmertemperatur lagern oder in Zeitungspapier einschlagen. Innerhalb von zwei Tagen sollte deine Avocado dann genussreif sein.

Lasst uns nun aber noch einmal auf die Inhaltsstoffe der grünen Beere schauen:
Avocados haben einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, also gesunde Fette. Gesunde Fette wirken sich positiv auf die Cholesterinwerte aus und kurbeln nicht nur die Aufnahme von Vitaminen und Nährstoffen an, sondern regen auch den Stoffwechsel an. (Ein angeregter Stoffwechsel kann dir beispielsweise beim Abnehmen helfen.)
Die enthaltenen Vitamine A und E sind gut, um deine Haut jung zu halten. Darüber hinaus liefern Avocados pflanzliche Eiweiße, was die Frucht bei Veganern recht beliebt macht. Kohlenhydrate sind hingegen nicht enthalten, dafür aber eine Menge an Proteinen, so dass du vom Verzehr von Avocados gut satt wirst. Das Sättigungsgefühl hält länger an und somit ist die Avocado – trotz hoher Kalorienwerte – hervorragend für eine Low-Carb-Ernährung.

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