Feenküsse sind einfach traumhaft: Plätzchen zum Verlieben


Die Weihnachtstage sind vorbei, der Bauch ist noch immer recht gefüllt und dennoch komme ich nicht drum herum, noch ein Plätzchenrezept mit euch zu teilen: Feenküsse – bei dem Namen müssen die Plätzchen ja traumhaft sein. Soviel vorweg: Sie sind wirklich bezaubernd.

Wenn du zufällig mein vorhergehendes Rezept gelesen hast, dann kannst du dir sicherlich schon denken, dass es genau dieses Rezept ist, das eine kleine Vorgeschichte hat. Am 4. Adventswochenende habe ich mich zum ersten Mal an Feenküsse herangewagt. Das Rezept stand schon sehr lange auf meiner Merkliste, und kurz vor Weihnachten habe ich dann endlich einen Versuch gewagt. Was soll ich sagen? Die Feenküsse waren so richtig lecker, sahen aber man gar nicht nach einem Küsschen von fabelhaften Wesen aus. Oder anders formuliert, sie waren einfach hässlich. Habe es darauf geschoben, dass ich einen Tag vor dem Backen meine Booster-Impfung bekommen habe… Muss aber zugeben, dass es wohl eher daran lag, dass ich zu ungeduldig beim Backen war. Daher findest du am Ende des Rezeptes nun ein paar Tipps und Tricks, so dass deine ersten Feenküsse dem zauberhaften Namen gerecht werden. ☺️

Ob nun in hässlich oder schön, mich haben die Feenküsse wirklich vom Hocker gerissen und ich war gleich so begeistert, dass ich diese mittlerweile noch zwei weitere Male gebacken habe. Für mich steht schon eins fest – ab sofort gibt es Feenküsse jedes Jahr zur Weihnachtszeit und wahrscheinlich auch mal zwischendurch. 😅 Damit ist meine weihnachtliche “must-have-cookies” Liste mal wieder etwas länger geworden. Ich glaube, im nächsten Jahr muss ich die Weihnachtszeit wohl um ein paar Wochen verlängern.

Jetzt habe ich erst einmal genug gequasselt und somit geht es nun endlich auf zu den Zutaten & zum Rezept.

Zutaten (für 45 Plätzchen):

…für den Teig:
  • 160 g Mehl
  • 60 g Puderzucker
  • 1 Prise Salz
  • 100 g Butter
  • 2 Eier
…für Belag & Baiser:
  • 4 Eiweiß
  • 350 g Puderzucker
  • 1 Prise Salz
  • 0,5 TL Stärke
  • 3 Pck. Toffifee (45 Stück)

Und so geht’s:

  1. Mehl, 60 g Puderzucker und 1 Prise Salz vermischen. 2 Eier trennen und Eiweiß für das Baiser zur Seite stellen. Butter sowie Eigelbe zur Mehlmischung geben und mit den Händen zu einem glatten Teig kneten. Etwas Mehl auf die Arbeitsfläche streuen und den Teig zu einer lange Rolle formen. Dabei sollte der Durchmesser ungefähr so groß sein wie der Durchmesser von einem Toffifee. Teigrolle in Folie einwickeln und für 1 Stunde in den Kühlschrank stellen. (So wird der Teig fest und du kannst ihn später besser schneiden.)
  2. Backofen vorheizen (E-Herd: 160 °C/Umluft: 140 °C), 2 Backbleche mit Backpapier auslegen. Teigrolle in dünne Scheiben schneiden und ggf. noch etwas plattdrücken, so dass du ein Toffifee mit der Schokoseite nach unten auf den Teig legen könntest und drum herum noch ein kleiner Rand übrigbleibt. Kekskreise mit etwas Abstand auf den Backblechen verteilen und für etwa 6 Minuten im Backofen backen. Herausnehmen und abkühlen lassen.
  3. Für das Baiser das zur Seite gestellte Eiweiß verwenden sowie 4 weitere Eiweiße hinzugeben. Mit der Küchenmaschine oder dem Schneebesen des Handrührgerätes anfanrn, das Eiweiß steif zu schlagen. Puderzucker und Salz einrieseln lassen und dabei weiterrühren. Masse für etwa 10 Minuten zu einem festen Eischnee schlagen bis sich der Puderzucker vollständig aufgelöst hat. Stärke einsieben und unterheben. Auf die abgekühlten Kekse jeweils ein Toffifee mit der Schokoladenseite nach unten auf den Keks legen.
  4. Eischnee in eine Spritztüte* mit geschlossener Sterntülle füllen und die Toffifee mit dem Eischnee spiralförmig von unten nach oben mit dem Eischnee bedecken. Feenküsse für ca. 30 Minuten backen. Nach etwa 15 Minuten den Backofen etwas herunterstellen (E-Herd: 130 °C/Umluft: 110 °C). Nach der Backzeit Ofentür leicht öffnen und die Feenküsse langsam abkühlen lassen.
  5. Vollständig abgekühlte Feenküsse am besten in einer geschlossenen Keksdose aufbewahren.

Tipps:

  • Bei mir wird der erste Feenkuss übrigens noch leicht warm gegessen. Die Plätzchen schmecken warm so gut, dass ich mich zusammenreißen muss, um nicht gleich alle aufzuessen… Allerdings musst du aufpassen, denn die Schokolade ist gleich nach dem Backen so heiß, dass du dich beim Naschen arg verbrennen kannst.
  • Die wesentlichen Tipps für dieses Rezept sind sehr einfach: Hab Geduld mit dem Baiser und verwende etwas Stärke. Am einfachsten klappt das mit der Geduld, wenn du eine Küchenmaschine hast. Denn die kannst du einfach nebenbei laufen lassen, so dass das Baiser auch so richtig fest wird. Ich lasse die Maschine gut 10 Minuten laufen, siebe dann die Stärke hinzu und hebe diese unter. Beim Backen und anschließendem Abkühlen ist ebenfalls Geduld angesagt.
  • Eischnee gelingt am besten, wenn die verwendete Schüssel fettfrei ist und du darauf achtest, dass wirklich kein Eigelb zum Eiweiß hinzukommt. Um sicher zu gehen kannst du die Eier erst in zwei Gläsern trennen.
  • Ich verwende seit Jahren diesen Spritzbeutel* und bin sehr zufrieden damit.
  • Zum Befüllen des Spritzbeutels kannst du diesen sehr einfach in ein großes Glas stellen und die Öffnung leicht umkrempeln. So hast du deine beiden Hände zum Einfüllen frei und der umgekrempelte Teil bleibt sauber. Das erspart die Eischneehände.
  • Die Plätzchen sind wirklich einfach zubereitet. Wenn du es dir noch leichter machen möchtest, dann kannst du für den Boden die Azora Kekse von Bahlsen verwenden. Die eignen sich sowohl geschmacklich als auch von der Größe für Feenküsse.
  • Ich liebe die Kombination aus Keks, Toffifee und Baiser – für etwas mehr Abwechslung kannst du aber auch mal weiche Karamell-Bonbons anstelle der Toffifee verwenden. Das ist sehr ähnlich – nur halt ohne Haselnuss und Schokolade. Ebenfalls kannst du dem Eischnee noch etwas Geschmack geben: Zum Beispiel mit etwas Backkakao oder mit Instantkaffee.
  • Wie immer habe ich noch ein paar Rezeptempfehlungen für dich auf Lager. Da dich dieses Rezept interessiert, kann ich dich bestimmt auch für die Baiser-Sternchen begeistern. Die sind bei mir jedes Mal sehr schnell aufgefuttert. Baiser macht sich aber auch hervorragend im Nachtisch: Der Himbeer-Creme gibt das Baiser nicht nur Süße, sondern auch einen schönen Crunch. Natürlich darf in dieser Reihung Kuchen nicht zu kurz kommen. Hier möchte ich dir den Kastenkuchen mit Heidelbeer-Baiser Frise ans Herz legen. Soviel erst einmal zu Baiser-Rezepten.
  • Solltest du noch nach Ideen suchen, um deinen Keksteller zu füllen, dann habe ich ein paar Empfehlungen für dich. Ich habe dir vier unterschiedliche Rezepte aus meiner Sammlung herausgesucht. Allerdings muss ich gestehen, dass mir die Auswahl mittlerweile sehr schwerfällt. Ich habe nun vier Rezepte ausgewählt, die sehr unterschiedlich sind und die Abwechslung auf deinen Keksteller bringen: Anfangen möchte ich mit einem farblichen Hingucker, der auch geschmacklich überzeugt. Plätzchen mit Orange und Aperol. Zimtsterne sind sehr klassisch; gehören für mich aber zwingend zu Weihnachten dazu. Genauso die Haferplätzchen meiner Großmutter – eine Familientradition, die ich sehr gerne bewahre. Und zu guter Letzt darf es mit den snow caps auch noch mal etwas schokoladiger werden. Was hältst du von dieser Kombi? Fehlt dir auf diesem Keksteller etwas? Dann gib mir gerne ein Signal über die Kommentarfunktion am Ende des Rezeptes.

Was kommt wohl nach Weihnachten?

Wenn du keine Spoiler magst, dann solltest du jetzt besser mit dem Lesen aufhören. 🙈 Denn ich quassle hier noch ein wenig weiter und zeige mal wieder, wie sehr ich die ganze Zeit an Essen denke. 🙋🏻‍♀️😅

Irgendwie habe ich es mir seit ein paar Jahren angewöhnt, jedes Adventswochenende zu backen. Jawohl. Jedes. Alleine der leckere Keksduft, der sich in der Wohnung breit macht, stimmt mich sehr gut auf Weihnachten ein. Auf meiner jährlichen Backliste steht eine Mischung aus Plätzchen, Keksen und Stollen. Auch in diesem Jahr hat mein kleiner Backmarathon wieder richtig gut geklappt und ich konnte fast alle Rezepte backen, die ich mir vorgenommen hatte. Nur ein einziges Rezept habe ich zeitlich nicht hinbekommen. (Sicherlich liegt es vor allem daran, dass ich die Feenküsse gleich dreimal gezaubert habe… In der Zeit hätte ich das andere Rezept sicherlich gut geschafft.) Allerdings ist mein noch vorhandener Vorrat an Keksen, Plätzchen und Stollen so groß, dass es sich auch nicht mehr wirklich lohnt, weiter zu backen bzw. ich irgendwann vor lauter Plätzchen platze. So habe ich beschlossen, das urspünglich geplante Rezept in die Osterzeit zu schieben. Je länger ich drüber nachdenke, desto besser finde ich es, das Rezept an Ostern zu machen, da es thematisch viel besser zu Ostern als zu Weihnachten passt. Na? Hast du eine Idee, was es für ein Rezept sein könnte? Falls nicht, so versteckt sich im nächsten Abschnitt noch ein weiterer, kleiner Hinweis.

Bis Ostern ist es zwar noch eine Weile hin, aber ich freue mich schon jetzt so sehr, dass ich gestern gleich angefangen habe, mir die richtigen Keksausstecher* dafür auszusuchen. Habe sie dann auch sofort bestellt und bin nun mächtig gespannt sie auszuprobieren. Als ich mich kurz darauf dabei erwischt habe, dass ich schon nach Osterdeko für die Fotos gesucht habe, habe ich den Rechner ganz schnell wieder ausgeschaltet. Wobei ich mich noch immer frage, wann der Verkauf von Osterhasen und Osterdeko wohl losgehen wird. Wahrscheinlich viel früher als es mir lieb ist.

Denn jetzt mag ich erst einmal gechillt ins Jahr 2022 kommen. 2021 hatte doch so einige Herausforderungen in sich. Ich hoffe, wir haben aus der ein oder anderen Erfahrung gelernt und gehen gestärkt und etwas klüger ins neue Jahr. So wie die aktuellen Prognosen jedoch aussehen, können wir die Stärke gut gebrauchen.

Also! Auf mit uns. 2022 wartet schon…

Alles Liebe und bleib gesund,
Marina

PS: Setze ich mich die Tage noch an das Rezept für meinen Weihnachtsnachtisch. Vermute, dass ich das Rezept aber erst im neuen Jahr online stellen werde.

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