Kaffee (Teil 1): Die Kaffeepflanze

Meinen ersten Kaffeebaum habe ich in Vinales auf Kuba gesehen und war überrascht, dass dieser mehr wie ein Strauch als wie ein Baum ausgesehen hat. Dies ist mittlerweile viele Jahre her und somit habe ich beschlossen, meine Erinnerungen aufzufrischen. Leider erfolgte das Auffrischen nicht in Kuba, sondern im nächstgelegenen Gartencenter, in dem ich von den vielen Kaffeepflanzen überrascht war. Allerdings waren alles Arabica Pflanzen und somit bin ich mit einer ganz kleinen und einer etwas größeren wieder Heim gefahren. Wie praktisch, dass Pflanzen in diesem Jahr voll im Trend sind 😅. Zwar sind die Blätter der Kaffeepflanze nicht so spektakulär wie die einer Monstera, aber durch ihre glänzenden, kräftig grünen Blätter machen sie sich dennoch gut in meinem Wohnzimmer.

Nun aber erst einmal ein paar Fakten zur Kaffeepflanze:

  • Lateinischer Name: Coffea
  • Gattung: Rötegewächse; Kaffeepflanze ist ein Schattengewächs
  • wächst im Hochland bis ca. 2000 m ü. NN
  • Unterarten: >100; die bekanntesten sind Arabica und Robusta
  • Größe: je nach Sorte 4-15 m; werden jedoch auf Plantagen auf 2-3 Meter geschnitten, damit die Ernte leichter ist
  • Alter: bis zu 50 Jahren; Ernteertrag nimmt aber nach gut 20 Jahren ab
  • Blätter: spitz und langförmig, bis zu 15 cm lang und bis zu 6 cm breit und haben ein kräftiges Grün. Oberseite ist glänzend und glatt; Unterseite der Blätter ist matt und etwas rau

Kaffeepflanzen haben eine sehr kurze Blütezeit. Einige der Pflanzen können sich daher selbst bestäuben. Die Blüten sind weiß und sehr klein. Nach nur wenigen Tagen fallen die Blüten ab und aus dem Fruchtknoten entwickelt sich die Kaffeekirsche. In jeder Kirsche sind in der Regel zwei Kerne – also die Kaffeebohnen.

Für die Kaffeepflanze daheim gibt es – wie so oft – eine gute und eine schlechte Nachricht: Ausnahmsweise fange ich mal mit der guten an: die Arabica Pflanze eignet sich bestens als Zimmerpflanze und mit Geduld und Glück kannst du es schaffen, dass sie Blüten bekommt. Diese können verarbeitet (fermentiert und geröstet) werden. Und hier nun die schlechte: an die gekauften Kaffeebohnen wirst du geschmacklich wahrscheinlich nicht drankommen.

Über die Pflege der Arabica Pflanze im Wohnzimmer:

Wie schon erwähnt ist die Kaffeepflanze (ob als Strauch oder als Baum) ein Schattengewächs und mag es daher nicht, in der prallen Sonne zu stehen. Am besten ist ein heller, aber schattiger Platz (auf Plantagen findet man daher oftmals eine Kombination mit Bananenbäumen, die den Kaffeepflanzen Schatten spenden). Kalkhaltiges Wasser mag die Kaffeepflanze gar nicht.
Kaffeepflanzen brauchen nicht viel, aber dafür regelmäßig zimmerwarmes Wasser. Wichtig ist, dass die Wurzeln nicht austrocknen, sie jedoch auch nicht für längere Zeit im Wasser stehen.
Die Erde mischst du am besten mit etwas Sand. Während es die meiste Zeit ausreicht, sie alle 4-6 Wochen zu düngen, ist in der Zeit von April bis September eine wöchentliches Düngen hilfreich. 18-22 Grad ist die perfekte Temperatur für die Arabica Pflanze. Im Winter kann sie auch leicht kälter stehen; versuche jedoch große Temperaturschwankungen zu vermeiden. Wie du dir jetzt sicherlich schon denken kannst, ist die Kaffeepflanze in Deutschland nur eine Zimmerpflanze und eignet sich nicht dafür, sie in den Garten zu pflanzen.

–> Hier findest du mehr zum Thema Kaffee.

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